Schlangen in Spanien

Die Schlangen wissenschaftlich werden sie Serpentes genannt. Schlangen sind Reptilien die zu der Gruppe der Schuppenkriechtiere gehören und außer in Dauerfrostgebieten überall auf der Welt zu finden. Bisher wurden annähern 3500 verschiedene Schlangenarten von 10 cm bis 7m Länge entdeckt welche im Schnitt 20 bis 30 Jahre alt werden. Es wird unterschieden zwischen Blindschlangen, Boas, Nattern und Vipern. Schlangen erkennt man äußerlich an ihren langen schlanken Körper mit Kopf und Schwanz die sich schlängeln ohne Gliedmaßen fort bewegen können. Die Augen von Schlangen sind von einer schützende Schuppe bedeckt welche durchsichtig ist. Durch eine Kerbe in der Kopfschuppe können Schlangen ihr Sinnesorgan die Zunge heraus strecken ohne ihr Maul öffnen zu müssen. Die komplett schuppige Schlangenhaut besteht aus drei Schichten wobei die obere Schicht durch Häuten abgeworfen wird da Schlangen ihr Leben lang weiter wachsen.

Fotografiert auf dem spanischen Festland.

Schlangen sind sehr bewegliche Wirbeltiere da sie über Schädelknochen, Wirbel und Rippen verfügen. Weil ihre Kieferknochen nicht fest miteinander verbunden sind können sie ihr Maul extrem weit öffnen um auch große Beutetiere in einem Stück zu verschlingen. Als Sinnesorgane benutzen sie ihre Nase, die gespaltene Zunge, die Ohren und Augen. Einige Schlangenarten besitzen ein zusätzliches Sinnesorgan das Infrarotstrahlung erkennt, so das sie kleinste Wärmeunterschiede war nehmen können. Alle Schlangen sind Raubtiere die sich von Säugetieren,Vögeln, Fröschen, Schnecken, Eiern Nagetieren und auch von anderen Schlangen ernähren. Je nach Schlangenart und ihrem Lebensgebiet bewegen sie sich durch kriechen, klettern, springen, schwimmen und tauchen fort. Weil Schlangen keine eigene Wärme erzeugen können nutzen sie vor allem die Sonne um sich zu erwärmen damit sie verdauen und sich bewegen können. Wie andere Reptilien auch sind Schlangen Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarung, wobei später die meisten Schlangenarten Eier legen, es gibt nur wenige Arten bei denen die Jungschlangen direkt aus dem Muttertier schlüpfen. Die durch einen Giftbiss getöteten oder durch umschlingen erstickten Beutetiere werden immer in einem Stück verschlungen wobei Panzer und Haare nach der Verdauung wieder ausgeschieden werden.

Zu den natürlichen Feinden von Schlangen gehören Greifvögel, Reptilien, Spinnentiere und andere Schlangen. In Europa leben nur Vipern zu denen auch die Kreuzotter gehört welche in Deutschland und Spanien die giftigste Schlange darstellt, wobei allerdings die bei einen Schlangenbiss abgegebene Giftmenge eher gering ist. Alle Schlangen Europas die in freier Natur leben sind scheue Fluchttiere welche Menschen nicht angreifen, die Reptilien beißen nur zu wenn sie sich verteidigen müssen oder man sie versehentlich berührt. Jede europäische Schlangenart ist gering giftig und nur in einigen Ausnahmefällen Lebensbedrohlich. Wer von einer heimischen Schlange gebissen wurde sollte sich zuerst die Bissstelle ansehen, ein bis zwei Zahnabdrücke deuten auf eine Giftschlange hin und mehrere kreisrund angeordnete Abdrücke von Zähnen weisen eher auf eine ungiftige Schlange hin. Um sicher zu gehen sollte man bei jedem Schlangenbiss einen Arzt aufsuchen, idealerweise macht man von der Schlange der man begegnet ist ein Foto.

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